Von 10. August 2015 0 Kommentare

UDK BERLIN – OPEN DOORS 2015

Hereinspaziert! Die UDK (Universität der Künste) Berlin hat nicht einen, sondern gleich drei Tage der offenen Tür, den sogenannten „Rundgang“. Workshops, öffentliche Atelierbesichtigungen und Shows werden einmal im Jahr in neun verschiedenen Locations geboten. Erstmalig gibt es dieses Jahr im Rahmen des jährlichen Rundgangs auch das Fashion Festival, bei dem zu Diskussionsrunden und Vorträgen geladen wird.

Mich zieht es in das 3D-Haus in der Strasse des 17. Juni, in dem die Studenten der Bereiche Mode- und Produkt-Design ihre Arbeiten zeigen. Und wenn auch genügend Raum vorhanden ist, so habe ich doch ständig den Eindruck, dass das Haus vor lauter Kreativität und innovativen Ideen doch mal platzen müsse. Ein paar der außergewöhnlichen Kunstwerke halte ich fest und bin sicher, dass ich von den künstlerischen Kreationen noch lange verzaubert sein werde.

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Venus Nemitz „The Three Christs of Ypsilanti“

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Friederike Haller „(De)personalisation“

Als ich den Raum betrete, in denen Teile der Abschlusskollektionen ausgestellt sind, bin ich hin und weg. Dass es durchaus leichter ist, Kleidung an Models in Szene zu setzen, ist bekannt. Umso spektakulärer, dass jedes einzelne Teil in diesen vier Wänden ganz ohne am menschlichen Körper zu sitzen, doch so perfekt in Szene gesetzt wird und für sich selbst spricht und strahlt. Die schwebenden Installationen von Venus Nemitz und Friederike Haller ziehen mich sofort in ihren Bann.

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Gesine Försterling „Coming of Age“

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Gesine Försterling “ Coming of Age“

Gesine Försterlings Kollektion ist für mich die Paarung von Winter und Sommer, von leicht und schwer, von kurz und lang. Raffinierte Strickware, die von sexy bis kuschlig oder eben beides zusammen ist. Das Oberteil von Nathini van der Meer ist für einige der Hingucker schlechthin. Je näher man ihm kommt, desto mehr verliert man sich in jedem kleinsten Detail.

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Nathini van der Meer „Apokatasma“

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Nathini van der Meer „Apokatasma“

Ich laufe Stockwerke hoch, schlendere Flure entlang und kann man nicht satt sehen an neuen Produktideen, die von innovativen Keramikgefäßen über designte Grills bis hin zu funktionalen Materialien für Rucksäcke und Schuhe gehen. Neben den atemberaubenden Kleidungsstücken, die ich vorgestellt habe, will ich euch auch kurz zwei meiner fast unzähligen Accessoire-Favoriten zeigen:

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Vlasta Kubušová + Verena Michels „Crafting Plastics“

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Gabriela Guasti Rocha

Und in diesem einzigartigen Zimmer ist die Inszenierung perfekt: Maren Langer’s Installation zu „Cocktails and Dreams“. Sie ist bis ins Detail durchdacht und schafft eine ganz eigene Welt, die ich hinter den Universitätsgebäuden niemals vermutet hätte. Die schummrige Atmosphäre, das viele Weiß, das Sterile…Das Zusammenspiel von Licht und Material ist genial!

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Maren Langer „Cocktails and Dreams“

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Maren Langer „Cocktails and Dreams“

Schade, dass es nun wieder ein Jahr dauert, bis die UDK Berlin wieder für alle ihre Türen öffnet. Ich kann es jetzt schon kaum erwarten…

Dit wär doch och wat für dich:

Veröffentlicht in: Veranstaltungen

Über den Autor:

Die ausgebildete Modedesignerin Lisa „Litchi“ Völker hat es vom schönen Bodensee zunächst nach Stuttgart und anschließend nach Berlin verschlagen. Als Personal Shopperin, Stylistin sowie als Visual Merchandiserin hatte sie immer ein Auge für komplette Looks und liebt es Streetstyles aber auch ganz neue Trends auf der Straße zu entdecken. Ein absolutes Faible hat sie für ausgefallene Accessoires und Schuhe. Auf kreativen Märkten, Modemessen und Fashionevents blüht Litchi auf und hier kommt ihre zweite Leidenschaft, das Schreiben, ins Spiel. Über ihre Touren schreibt sie als Moderedakteurin ab sofort nicht nur auf ihrem Blog sondern auch für Dit is Fashion.

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