Von 27. Januar 2016 0 Kommentare

Augustin Teboul, Karaleev und die Seek

Neben den jungen Wilden wie Bobby Kolade, überzeugten auch die etablierten Designer wieder mit ihren Kollektionen. Allen voran Augustin Teboul. Sie luden zur Präsentation ins Kronprinzenpalais. Wie in jeder vorherigen Kollektion von Augustin Teboul ist auch in dieser Saison Schwarz die Basis aller Looks. Schwarz, als enges Minidress, in gelayertem und plissiertem Tüll oder als Mantel in gestanztem Leder. Schwarz, die Nicht-Farbe, das Zentrum der Augustin Teboul- Mode wird diesmal gebrochen. Stickereien und gehäkelte Lochmuster in Pink, Orange, Burgunder, Grün und Türkis durchbrechen die filigranen schwarzen Strukturen. Schultern und Corsagen werden mit Nieten verziert und fransige Mohair-Applikationen kommen dazu. Dezent, ungeordnet – wie zufällig haften die Farbtöne an den Kleidern und geben der Ernstfattigkeit des Dunklen etwas leichtes, verspieltes – einen Hauch Sommer und Feierstimmung, ein bißchen 80er, ein wenig Punk. Passend dazu auch der rauchig-bezaubernde Gesang der französischen Sängerin Fishbach, die der Show einen ganz besonderen Charme verleiht.

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Einer der sich kurzzeitig aus dem Berliner Schauenplan verabschiedet hat, ist zurück: Vladimir Karaleev. Der Andrang im ME Collectors Room war groß. Und das Warten lohnte sich. In seiner Präsentation zeigte der Designer, warum er nicht umsonst längst als feste Größe in der deutschen Modelandschaft gilt. Karaleevs Entwürfe sind nicht klar, sie haben Ecken und Kanten, sind asymmetrisch und wirken zufällig. Ein bewusstes Ungleichgewicht, eine aufwendige Schneiderkunst, die viel Muse und Können benötigt. So verwendet er, wenn ein Ungleichgewicht im Schnitt besteht, auf der einen Seite schwereren Stoff als auf der anderen. Eine gelungene Kollektion und eine wunderbare Rückkehr.

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Wir haben uns natürlich nicht nehmen lassen auch den Messen in diesem Jahr wieder einen Besuch abzustatten. Auf der Seek waren auch in dieser Saison wieder viele, spannende Label die im Streetware und der Contemporary Fashion den Ton angeben, anzutreffen. Sneakers, Bags, Jeans uns jede Menge Outerware von Brands wie Libertine-Libertine, Stutterheim, Sandqvist, Wemoto, Airbag Craftworks A2 und vielen mehr. Jede Menge Inspirationen für die kommenden Monate.

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Veröffentlicht in: Mode, Veranstaltungen

Über den Autor:

Sie lebt seit mehr als einer Dekade in Berlin und liebt die Hauptstadt für ihren Facettenreichtum. Die Welt der Mode, Kunst und Musik haben es ihr angetan. Ihr besonderes Interesse gilt spannenden Newcomern und unentdeckten Trends. Sie hat seit 2007 keine Fashion Week in Berlin verpasst und das soll für Dit is Fashion auch so bleiben.

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