Von 12. Februar 2015 0 Kommentare

Fashion Kolumne: Hipster

Laut Wikipedia ist ein Hipster „ein im frühen 21. Jahrhundert in den Medien verbreiteter, zumeist etwas spöttisch gebrauchter Name für eine Subkultur, deren Angehörige ihrem Szenebewusstsein – bei Gleichgültigkeit dem Mainstream gegenüber – ignorant bis extravagant Ausdruck verleihen.“

Das heißt dann übersetzt so viel wie: Den Klischee-Hipster erkennt man an einigen prägnanten Merkmalen: Er tritt wie alle Subkulturen gerne im Rudel auf, wichtigstes Utensil: Das Handy. Man ist Digital Native und alles wird schön arrangiert und auf sozialen Netzwerken geteilt.

Die Hipster Merkmale

Hipster

Der Hipster Look

Was dem Punk Schottenkaro und Sicherheitsnadel war, sind für Hipster Nerdbrille und Wollmütze. Auffällig ist die eher altmodisch anmutende Kleidung, die aber mit einem Augenzwinkern getragen wird – dazu gehören bei den Mädels High Waist Jeans und kurze Tops, bei den Herren ein Vollbart und Tätowierungen, gern an Hals und Hand. Natürlich darf der Look nur wie zufällig auf dem Flohmarkt gefunden aussehen, im Idealfall ist aber schon ein cooles Undergroundlabel eingenäht. Merke: Wenn etwas aus Skandinavien kommt ist es gut, egal was es ist. Skandinavien ist das neue Schwarz.

Die Hipster Szene

Wenn Hipster feiern gehen, ist die Musik eigentlich gar nicht so wichtig. Wichtig ist, dass nicht jeder zu der Party darf (darum ist das Berghain auch immer voll) und, dass es Konfetti gibt. Ohne Konfetti bleibt man am besten gleich Zuhause. Ansonsten geht man eigentlich auch viel lieber in kleine Clubs, die keiner kennt und hört sich Musik an, die man eigentlich gar nicht wirklich versteht, kommt aber eben total gut auf Instagram. Getrunken werden szenige Getränke wie Club Mate oder old fashioned Drinks wie Gin Tonic, auch wenn man heimlich lieber Rum-Cola trinken würde.

Das Hipster Essen

Der Hipster möchte immer gewollt ungewollt wirken, das stürzt ihn in Sachen Food Trends in ein Dilemma. Auf der einen Seite steht der Food Porn, das Fotografieren von stylishen Speisen, bei denen Kalorien nebensächlich sind – Hauptsache es sieht fantastisch aus. Auf der anderen Seite wird auf der Veganer-Paleo-Glutenfrei-Welle geritten, je eingeschränkter, je besser. Da sich ein Hipster ungern festlegt, entscheidet er das gerne einfach nach Tagesform.

Zusammenfassend kann man sagen, dass diese possierliche Spezies vor allem in Berlin beheimatet ist und keinem was tut. Wenn ihr einen trefft, schenkt ihm eure Aufmerksamkeit und er wird sich schnurrend verziehen. Eine tolle Restwoche wünsche ich euch!

 

Dit wär doch och wat für dich:

Veröffentlicht in: Kiekste wa!

Über den Autor:

Die Moderedakteurin und Kolumnistin schreibt bereits seit einigen Jahren für verschiedenste Online- und Printpublikationen. Ob George Clooney in New York oder Marc Jacobs in Berlin, Interviews und kleine Anekdoten liegen ihr besonders am Herzen und aus dem Grund wird sie euch zukünftig in ihrer Kolumne mit einem Augenzwinkern vom Leben zwischen aufregenden Fashionevents und gemütlichen Samstagen im Café berichten.

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