Von 15. Februar 2013 0 Kommentare

Fashionjunk – alles andere als ein Schrott-Blog!

Sie sind die Kleiderreporter und zeigen –fernab vom Laufsteg– was auf den Straßen Hamburgs WIRKLICH angesagt ist. Wie Löwen sind sie stets im Rudel, arbeiten zu zweit als Team und sind immer auf der Jagd. Ksenia Lapina und Mario Tino von Fashionjunk. Ihr Revier: Der Großstadtdschungel. Ihre Waffe: Die Kamera. Und weil die Beute so schön ist, gibt’s für uns sogar ein Souvenir. Klar, da wir uns im Modekosmos befinden handelt es sich hierbei nicht um einen Tierkopf. Ein neu erschienenes Streetstyle-Buch mit den tollsten Bildern, geschossen von den zwei Mode-Jägern, ist die Trophäe. 

Woher bzw. wie lange kennt ihr euch schon?

Wir haben uns bei einem Fotoprojekt über eine gemeinsame Freundin kennen gelernt. Das war im November 2007.

Ksenia Lapina & Mario Tino

Was bedeutet „Fashionjunk“? („Mode-Schrott“)

Wir nehmen unsere Leidenschaft mit Mode auf den Arm. Uns ist es bewusst, dass unsere Mode-Vorlieben sich schnell ändern und wir ein wenig modesüchtig sind, jedoch ist es uns wichtig, dass wir uns Gedanken um Nachhaltigkeit und faire Produktions-methoden machen.

Was macht euch besonders?

Unsere einzigartige Zusammenarbeit und die authentischen Streetstyles aus Hamburg.

Wie ist es als Team einen Blog zu betreiben?

Es ist großartig, wenn man sich so ergänzen kann, wie wir es tun. Es gibt mehrere Mails am Tag, manchmal SMS und Telefonate. Und natürlich persönliche Treffen mindestens ein Mal pro Woche.

Was macht ihr im „normalen Leben“, oder arbeitet ihr als Vollzeit-Blogger?

Mario ist Grafikdesigner und Ksenia ist Sozialplanerin, wir beide haben vereinzelt  Fotoaufträge außerhalb des Blogs.

Wieso arbeitet ihr zu zweit? 

Am Anfang fanden wir die Idee gut, aber allmählich hat uns die  Zusammenarbeit mehr und mehr gefallen. Wir sind nicht nur ein berufliches Paar, wir sind auf jeden Fall mehr 😉

Wann ist ein Foto ein gutes Streetstyle-Bild?

Wenn man „wow“ denkt und ein wenig genauer sich das Bild anschaut, um die Details sich einzuprägen. Wenn der Mensch und die Umgebung miteinander harmonieren oder einen krassen Gegensatz bilden.

Ist es schwer in Hamburg gute Streetstyle-Bilder zu knipsen? Wie reagieren die Menschen auf euch?

Es kommt darauf an, was man unter „gut“ versteht. Auffällige und verrückte Styles sind in Hamburg eher Seltenheit. Aber gute Streetstyles haben wir schon sehr viele. Menschen reagieren sehr positiv auf uns, manchmal überrascht, aber in der Regel freuen sie ich darauf, fotografiert zu werden. Denn es ist ja auch ein Kompliment an sie.

Wie ist der typische „Hamburg-Style“? Und entspricht er eurem persönlichen Geschmack?

Hamburger-Style ist gepflegt und zurückhaltend. Wir mögen gute Mode, aber sie darf nicht allzu schrill sein. Die Menschen sind schön und angenehm anzuschauen. Erst wenn man genauer beobachtet, merkt man, was für tolle Sachen einer anhat oder wie super sie kombiniert sind. Hamburger Stil entspricht unserem Geschmack durchaus, aber wir mögen es manchmal auch bunter.

Was ist rein modetechnisch und von der Art „typisch Hamburg“?

Typisch Hamburg ist höflich und distanziert, manchmal mehr distanziert. Bodenständig. Ja, Hamburger sind auf jeden Fall auf eine gediegene Weise cool.

Wo findet man in Hamburg die besten Looks? 

Die besten Looks haben wir bisher auf verschiedenen Flohmärkten und merkwürdigerweise in der Innenstadt gesehen.

Hat jedes Viertel seinen eigenen Style?

Mehr oder weniger schon, den Vierteln der Stadt haben wir ein paar Texte in unserem Buch „Streetstyle Hamburg“ gewidmet, da kann man es gern nachlesen.

Welche Städte sind eure „Streetstyle-Hotspots“?

Hamburg, nur Hamburg.

Ihr habt ein Buch herausgebracht: Wie kam es dazu, vom Online zum Print zu wechseln?

Von einem Buch haben wir schon lange geträumt. Wir würden es auch nicht „Wechsel“ nennen, denn der Blog lebt weiterhin. Das Buch ist ein einzigartiges Werk, wo Fashionjunk- Bilder aus verschiedenen Jahren neue Konstellationen bilden und auf eine großartige Weise zusammen spielen. Es ist auch ein schönes Gefühl, es in der Hand zu halten und im Buch zu blättern.

Was sind eure Vorbilder in Sachen Streetstyle-Blog?

Ksenia: Hel Looks

Mario: stockholmstreetstyle

Was sind eure Ziele für 2013?

Ksenia: Ein Zuhause für Fashionjunk, sprich eine Redaktion.

Viel Erfolg dabei und merci für’s Interview! <3

Dit wär doch och wat für dich:

Veröffentlicht in: Kiekste wa!

Über den Autor:

Lisa hat Modejournalismus/Medienkommunikation an der AMD Hamburg studiert und hat als Boulevard-Journalistin in Hamburg ihr Hobby zum Beruf gemacht: In der Glitzer-Welt der Promis kennt sich die Online-Redakteurin bestens aus und sie liebt es, über die neusten Klatsch&Tratsch-Themen zu berichten. Ausflüge zur In Touch, Life&Style, OK! Magazin oder der Sendung Prominent! kann sie auf ihrem Medien-Reisekonto verbuchen. Außerdem arbeitet sie für Online-Formate wie Infamous Magazine, Luxodo oder ist Kollumnistin bei Pregolifestyle. Bei Dit is Fashion geht ihr Trip durch die Welt der digitalen Medien weiter und als Wahl-Hanseatin wird sie über den neusten Schnack der City berichten.

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