Von 5. Juni 2013 0 Kommentare

Flohmarkt-Tour: Trödelmarkt am Ostbahnhof

Der Trödelmarkt am Ostbahnhof in Berlin-Friedrichshain ist noch ein „richtiger“ Flohmarkt, wo es noch Schätze zu finden gibt und der nicht von Touristen so überlaufen ist, wie z.B. der Flohmarkt am Mauerpark oder der Flohmarkt am Boxhagener Platz.

Bücher und Trödel

Der Flohmarkt am Ostbahnhof wird auch „Großer Antikmarkt am Ostbahnhof“ genannt, weil es dort vorrangig Antiquitäten gibt. Etwa 120-150 Händler befinden sich sonntags auf der Antikstrasse an der Nordseite des Ostbahnhofes. Wir waren am 1.Mai 2013 vor Ort – an dem Tag wird der Flohmarkt am Ostbahnhof  einmal im Jahr zum größten Trödel- und Antikmarkt Berlins – mit ca. 400 Ständen. Was wir da alles gefunden haben, wollen wir euch nicht vorenthalten. Zwischen wunderschönen alten Büchern und Fotos haben wir ganze Fotoalben von früher gefunden, teilweise aus den 20igern und 30igern.

Alte Bücher und Karussell

Alte Bücher und Karussell

Vintage und Antiquitäten

Schmuck Flohmarkt am Ostbahnhof

Flohmarkt Trödel

Alte Kamera

Neben Vintage-Schmuck, altem Trödel und Antiquitäten, fand ich an dem Flohmarkt am Ostbahnhof besonders die Ostalgie sehr schön. Es gibt Kinderbücher, Spielzeuge, Küchengeräte und Modellautosaus der ehemalogen DDR und vieles mehr. Besonders Sammler kommen auf diesem Flohmarkt auf ihre Kosten: Modellautos, Modelleisenbahnen, Briefmarken, Postkarten, Münzen, Lithographien – es gibt hier nichts was es nicht gibt, was das Sammlerherz höher schlagen lässt.

Modelleisenbahnen

Für Freunde von Militärsachen wie Uniformen, Helme, Bücher usw. hat der Trödelmarkt einiges zu bieten. Hier kann man meinen, da sind einige Hardliner aus ihren Sammler-Kellern gekrochen und verkaufen jetzt ihr Zeug.

Militärsachen auf Flohmarkt

Daneben gibt es auch Rock’n Roll-Kitsch und Designerlampen. Oder wie wäre es mit einem Skelett als Kleiderständer oder mit einer alten Geografie-Karte? Letzteres habe ich nun oft auf Flohmärkten gesichtet.

Kitsch und Rock'n Roll

Skellett Flohmarkt am Ostbahnhof

Designerlampen

Ich kann behaupten, dass ich mich in die Zeit zurückversetzt gefühlt habe und fand es sehr angenehm. Da ist dieser große Flohmarkt mitten in der Stadt, der keine Hipstersachen anbietet und kulinarisch auch nicht viel zu bieten hat, aber Antiquitäten und Sammlerstücke soweit das Auge reicht. Die Händler sind oft Privatpersonen, die fernab der 25 sind und mit denen man gepflegt eine Runde schnacken kann. Auch von diesem Flohmarkt habe ich erst von einem Ur-Berliner erfahren. Wie erfrischend, in so einer Normalität zu schweben, die in Berlin mittlerweile exotisch geworden ist. Hier lassen sich auch mal in Ruhe Decken aus den 50igern entdecken, alte Angelruten, ein Sammlerstück von den Beatles oder einen Sack voll Barbies, den eine Freundin gekauft hat, um damit ein Foto-Projekt zu starten.

50ies und 60ies

Beatles Sammlerstück

Beatles Sammlerstück

Alter Schnickschnack

Style und Publikum auf dem Flohmarkt am Ostbahnhof

Auf diesem Flohmarkt ist es eh egal wie man herumläuft, denn es geht darum Schätze zu jagen und nicht um zu sehen und gesehen zu werden. Da bildet das Pärchen auf dem Bild schon eher eine Ausnahme. Touristen sind hier kaum zu finden, auch wenn der Markt sehr zentral gelegen ist – die treiben sich parallel auf dem Mauerpark herum. Die Sachen sind ja eh meist zu schwer oder groß als dass sie als Mitbringsel taugen und hier fehlt ganz klar das Rahmenprogramm: hier gibt es keine Musiker oder kulinarische Köstlichkeiten. Hier gibt es ein paar Fressbuden und Musik, die aus Kofferradios vor sich hindudelt, aber das macht es ja gerade so angenehm!!

Fazit: Der Flohmarkt ist nicht „fancy“ und nicht cool, aber auf jeden Fall ein Besuch Wert, wenn man Schätze entdecken möchte.

Style auf dem Flohmarkt am Ostbahnhof

Flohmarkt am Ostbahnhof

Flohmarktstyle

Flohmarkt am Ostbahnhof
So, 9.00-16.00 Uhr
Erich-Steinfurth-Straße
10243 Berlin – Friedrichshain

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Veröffentlicht in: Kiekste wa!

Über den Autor:

Die Modedesignerin, Stylistin und Fotografin schreibt hauptsächlich für dieses Modeblog. Sie ist bekannt für ihre fantasievollen Fotos – vor die Linse gekommen sind ihr dabei schon verschiedenste Musiker, Tänzer, Fetish-Performer und außergewöhnliche Individuen aus den Tiefen der Kunst-Welt. Auf Konventionen und Regeln legt die junge Berlinerin dabei keinen Wert und im Ergebnis ist ihr experimentelles Werk dabei alles andere, als langweilig oder gestellt. Erfahrungen als Designerin hat sie bereits bei Joop!, Burberry, Trendbüro Seasons Paris und bei Berliner Labels wie Don’t Shoot The Messengers, Savage Wear und im Bereich Marketing/ PR bei Fashion Patrons und Marketing Catalysts gesammelt. Ihr weites Netzwerk und ihren vielen Talente bekommt ihr nun geballt bei Dit is Fashion!

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