Von 15. Januar 2013 0 Kommentare

Hamburger Perle: Der Shop FKIDS

Klein, aber oho – der Spruch trifft auf Shop-Besitzerin Doreen, aber vielmehr auf ihren Laden FKIDS are older zu. Dort verstecken sich nämlich einige (Vintage-) Schätze, die nicht an jeder Stange Hamburgs hängen.

Ich laufe durch das Szene-Viertel Ottensen und betrete eine kleine Seitenstraße –abseits von Trubel und Hektik komme ich in ein Mekka für all die Mode-Liebhaber, die einzigartige Ware kaufen möchten. Von weitem erhasche ich das rosa Ladenschild, das mir tolle Klamotten verspricht. Schon ein Blick durch die großen Fenster lässt mich einige Traumteile ausfindig machen, die ich so noch nie gesehen haben. Und das ist auch Doreens Konzept. „Einzigartige Stücke zu erschwinglichen Preisen anbieten“ lautet das Credo der ehemaligen Modedesign-Studentin, die mit ihrer ehrlichen Art („Das würde ich eher eine Nummer größer nehmen“) gut bei mir ankommt. Und nicht nur bei mir, denn der kleine Laden erfreut sich großer Beliebtheit und bekommt immer mehr Stammkunden. Mich inklusive.

Da der Laden wirklich klein ist, fühle ich mich gleich heimelig und komme einfach mit Doreen ins Gespräch. Ein kleiner Auszug….

FKIDS von außen! Mädchenfarben locken an.

 

Wie ist es zu deinem eigenen Laden gekommen? Seit wann gibt’s FKIDS?

Den Onlineshop habe ich im Sommer 2009 gelauncht, weil ich Lust hatte nebenbei coole Vintage Klamotten zu verkaufen (damals gab’s noch keine deutschen Vintage Onlineshops und man konnte nur ab und an was hübsches auf Ebay ersteigern). Das Ganze lief gleich so erfolgreich, dass ich mich entschied den Onlineshop hauptberuflich zu betreiben. Der Laden ist dann 2 Jahre später dazugekommen, weil mir einfach der echte Kundenkontakt sehr gefehlt hat und ich mir eine „reale“ Präsentationsfläche für mein Sortiment gewünscht habe.

Was hast du vorher gemacht?

Ich habe in Hamburg Modedesign studiert und danach hauptsächlich im grafischen Bereich gearbeitet. Nach dem Studium war ich ehrlich gesagt erstmal bedient vom Modebusiness und da ich parallel schon als freiberufliche Grafikdesignerin gearbeitet hatte, war der Quereinstieg eigentlich nicht schwierig. Inzwischen hab ich allerdings mein Interesse am Designen wiedergefunden und verkaufe mittlerweile auch mein eigenes Label EDGEGAL in meiner Boutique.

Vintage-Bilder unterstreichen das Flair und…

…die einzigartigen Stücke werden liebevoll drapiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie würdest du FKIDS einer Frau beschreiben, die den Laden noch nie betreten hat?

Als ich klein war, lebten wir in Ostberlin. Ab und an durfte ich mit meiner Mutter in den Intershop (das war eine Art Kaufhaus für West-Produkte). Mir sind bei all den bunten und tollen Sachen jedes Mal die Augen aus dem Kopf gefallen und ich hätte am liebsten all diese spannenden, neuen Sachen an mich gerissen. So in etwa wünsche ich mir, dass meine Kundinnen die Boutique erleben. Ich achte sehr darauf, keine Mainstreamware einzukaufen und bin ständig auf der Suche nach neuen, spannenden Labels und Produkten, die es sonst nirgends in Hamburg bzw. Deutschland gibt. Trotz der vielen Unikate in meinem Laden, sind die Preise allerdings sehr erschwinglich.

Besuchen dich auch mal Hamburger Promis?

Oh, meine Promi-Kenntnisse sind megaschlecht, die meisten würde ich wahrscheinlich nicht mal erkennen :D, aber momentan habe ich auf jeden Fall sehr viele Hamburger Stylisten, Nachwuchsmodels und Makeup-Artists, die bei mir einkaufen.

Die Federohrringe des Newcomerlabels JONNEYGOLD sind der Renner!

 

Was für einen Klamotten-Stil findet man bei dir?

Das wechselt immer mal wieder, allerdings findet man bei mir kaum Basics und schlichte Teile. Momentan habe ich sehr viele Sachen aus London, die ziemlich in die Grunge und Edge-Richtung gehen (also viele Nieten, derbere Stoffe, geshreddete Shirts). Zum Sommer hin wird’s jetzt sehr pastellig, mit vielen Verläufen, Batik und Digital Prints.

Wie sieht die typische Kundin aus?

Die typische Kundin gibt es eigentlich bei mir so nicht, allerdings sind die meisten Kundinnen wohl so um die Mitte / Ende 20 und extrem fashion-affin. Von Stammkundinnen höre ich häufig, wie oft sie auf ihr neues FKIDS-Teil angesprochen wurden und wie viele bewundernde oder schockierende Kommentare sie damit eingeheimst haben. Das freut mich eigentlich am meisten, denn ich möchte, dass sich meine Kunden zum einen in ihrem neuen Teil wohlfühlen und natürlich, dass sie damit auffallen J.

Welche Faktoren spielen beim Ankauf der Ware bei dir die größte Rolle, wann wandert ein Teil auf deine Stangen?


Neben Qualität und Passform muss mich das Teil einfach optisch total ansprechen. Das beste Zeichen ist eigentlich, wenn ich ein Teil sehe und am liebsten drüber herfallen will à la „ Oh mein Gott wie geil ist das denn!“ was im Prinzip so viel bedeutet wie „mit dem Teil kann ich sofort meinen gesamten Kleiderschrank aufpimpen“.

Doreen in ihrem Laden FKIDS

Wie sieht das perfekte Outfit für dich persönlich aus?


Mir persönlich kann es eigentlich gar nicht zu knallig und zu bunt sein, allerdings bin ich auch jemand, der gern auf praktikable und gemütliche Kleidung zurückgreift. Wenn sich also ein bequemer Schnitt mit Extravagantem mischt, dann ist das genau die perfekte Kombi für mich. Ach ja: und bitte pflegeleicht ;).

Was ist das Schönste an deinem Job und daran einen eigenen Laden zu besitzen?

Ehrlich gesagt, fühle ich mich jedes Mal wie ein Kind vor Weihnachten, wenn wieder neue Ware angekommen ist. Das Auspacken ist immer so spannend und was die ersten Kunden zu den neuen  Sachen sagen. Außerdem ist die Kundenberatung eine total schöne Sache. Viele kommen in meinen Laden und haben Lust, mal was ganz neues auszuprobieren, dann wird’s beim Anprobieren immer richtig interessant (erinnert mich manchmal an den magischen Vorhang bei der MiniPlayback-Show in den 90ern 😀 ).

Was sind deine Ziele für 2013?

Diese Woche fahre ich das erste Mal mit meinem eigenen Label EDGEGAL zur Fashion Week nach Berlin. Das wird bestimmt total aufregend, weil ich sonst immer nur von der „anderen Seite“ als Einkäuferin da war. Auf jeden Fall will ich das Label noch weiter ausbauen und dann schauen wir einfach mal, wohin das alles führt.

Besucht Doreen auf der Fashion Week und schaut euch die coolen Teile ihres Labels EDGEGAL an!

Wir wünschen Doreen auf der Fashion Week viel Spaß und mit ihrem Label EDGEGAL viel Erfolg! <3

Besucht Doreen gern auf ihrer Facebook-Seite, da gibt’s tägliche Updates.

Dit wär doch och wat für dich:

Veröffentlicht in: Mode

Über den Autor:

Lisa hat Modejournalismus/Medienkommunikation an der AMD Hamburg studiert und hat als Boulevard-Journalistin in Hamburg ihr Hobby zum Beruf gemacht: In der Glitzer-Welt der Promis kennt sich die Online-Redakteurin bestens aus und sie liebt es, über die neusten Klatsch&Tratsch-Themen zu berichten. Ausflüge zur In Touch, Life&Style, OK! Magazin oder der Sendung Prominent! kann sie auf ihrem Medien-Reisekonto verbuchen. Außerdem arbeitet sie für Online-Formate wie Infamous Magazine, Luxodo oder ist Kollumnistin bei Pregolifestyle. Bei Dit is Fashion geht ihr Trip durch die Welt der digitalen Medien weiter und als Wahl-Hanseatin wird sie über den neusten Schnack der City berichten.

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