Von 27. Oktober 2012 0 Kommentare

„Handmade in Germany“ im Direktorenhaus

„Wenn Kalifornien…

…das Labor für unsere digitale Zukunft ist, Paris die Grand Dame der Mode, Spanien die Avantgarde-Küche erfunden hat und Cool Britania die Popkultur exportiert, wenn das so ist, dann hat Deutschland der Welt die Qualitätsproduktion gegeben.“ – Pascal Johanssen

Nach Pascal Johanssen gibt es in der deutschen Qualitätsproduktion zwei Lager – die Stahlindustrie mit deutschen Ingenieursgeist (Automarken, Flugzeugsitze, Stahlträger etc) und Produkte, die von Hand gemacht wurden – von familiengeförderten Betrieben, Manufakturen und kleinen Designstudios. Mit dem 2. Lager befasst sich die Ausstellung „Handmade in Germany“, deren Ausstellungseröffnung gestern, den 26.10.2012 im Direktorenhaus stattfand. Die Ausstellung wird noch bis zum 14.11.2012 gezeigt.

Im Direktorenhaus

Direktorenhaus

Schwer beeindruckt hat mich die RGB-Tapete von dem Design-Duo Carnovsky. Mit sich überlagernden Drucken von Meerestiermotiven präsentierten sie ihre Kunst auf mehreren Tapetenrollen im Direktorenhaus. Bei Tageslicht sieht der Print sehr bunt und wirr aus, bestrahlt man aber die Tapete mit rotem, grünen der gelben Licht verschwinden Motive und andere treten in den Vordergrund und werden schwarz. Wow.

carnovsky.com

via carnovsky.com

 

carnovsky

via carnovsky.com

Fiona Bennett

Die deutsche Hutmacherin versteht es die alte Handwerkskunst zu betreiben – wie kein anderer in ihrem Fach! Die Modelle werden alle in Berlin nach alter Tradition von Modistinnen handgearbeitet. Ihre Kunden sind renommierte Couturiers, Schauspieler und Designer. Ihr Handwerk erlernte sie in einer alten Hutmacherei in Berlin Kreuzberg. Ihr Stil ist elegant und humorvoll mit ein bisschen Verfremdung.

Fiona Bennett

Das System der Ruhe (Tisch und Stuhl) von Valentin Loellmann und Wandteppich von Reuber Henning, der sich von dem Filmklassiker „Casablanca“ inspirieren lassen hat. Reuber Henning entwirft seit 2007 Kollektionen, die sich mit Natur und Urbanität auseinander setzen sowie den spielerischen Umgang mit Tradition und Moderne zeigen lassen.

Valentin Loellmann

Es gab „Brotzeit“ für die Besucher, die sich die Scheiben von den Brotleibern selbst abschneiden und belegen durften – mit Schinken, Käse und Röstzwiebeln. Es gab aber auch deutsche, handgemacht Blockschokolade – die „Sommer“-Vollmilchversion und die „Winter“-Zartbitter, die frisch gemeißelt dem Besucher stückchenweise angeboten wurde.

Brotzeit

Blockschokolade

Die  Hirschmann-Gitarren werden traditionell in Handarbeit in Deutschland gefertigt.

Hirschmann Gitarre

Musikalische Untermalung gab es von Gitarren- und Klavierspielern.

Klavierspieler

Exklusives Manufakturporzellan und einzigartige Handwerkstechnik – dafür steht Fürstenberg seit 1747.  Heute setzt das Traditionsunternehmen aus Niedersachsen mit den Solitaire-Vasen und -Schalen neue Maßstäbe in der Porzellanherstellung.

Blumenstrauss

1931 übernahm Pelikan die Damasziertechnik für das Modell Toledo mit so viel Erfolg, dass das Design bis heute nahezu unverändert ist. Der dekorative Mantel ist heute aus einem Stück in Sterling Silber gefertigt und wird dann mehrmals aufwändig behandelt, bevor das Motiv mit einer Goldschicht überzogen wird. Jedes Toledo Schreibgerät ist ein in Deutschland gefertigtes Unikat, denn das Motiv enthält von Hand gestichelte Details, die insbesondere dem Gefieder des Pelikans Leben verleihen.

Pelikan

Die Glaskugeln für einen Columbus-Globus werden mundgeblasen, welches eine große Herausforderung, der sich weltweit nur noch eine handvoll Glaskünstler stellen.

Columbus - Globus

Auf so viel Qualität, Feinarbeit und Handwerkskunst stoßen wir an – mit einem Industriebier!

Industriebier

Dit wär doch och wat für dich:

Veröffentlicht in: Veranstaltungen

Über den Autor:

Die Modedesignerin, Stylistin und Fotografin schreibt hauptsächlich für dieses Modeblog. Sie ist bekannt für ihre fantasievollen Fotos – vor die Linse gekommen sind ihr dabei schon verschiedenste Musiker, Tänzer, Fetish-Performer und außergewöhnliche Individuen aus den Tiefen der Kunst-Welt. Auf Konventionen und Regeln legt die junge Berlinerin dabei keinen Wert und im Ergebnis ist ihr experimentelles Werk dabei alles andere, als langweilig oder gestellt. Erfahrungen als Designerin hat sie bereits bei Joop!, Burberry, Trendbüro Seasons Paris und bei Berliner Labels wie Don’t Shoot The Messengers, Savage Wear und im Bereich Marketing/ PR bei Fashion Patrons und Marketing Catalysts gesammelt. Ihr weites Netzwerk und ihren vielen Talente bekommt ihr nun geballt bei Dit is Fashion!

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