Von 6. Oktober 2011 0 Kommentare

Jo Fischers „Stadtkinder“

Jo FischerJO FISCHER, meine Damen und Herren!

Der Fotograf Jo Fischer hat gestern Abend seine Ausstellung „Stadtkinder“ im Cc:projects, Berlin vorgestellt – und einen Tag später die parallellaufende „Stadtkinder“-Ausstellung im Helium Cowboy Artspace in Hamburg. 9 Tage in 3 Städten (Berlin, Hamburg und München) fotografierte Jo Stadtkinder. Mit Hilfe des Nintendo 3DS konnte Jo die Ereignisse auch in 3D-Bildern festhalten.

Mit Jo führt man keinen Smalltalk, er empfängt einem mit offenen Armen und erzählt sofort das Interessante, das, worauf es ankommt. Er ist ein Zigeuner, ein Nomade. Bricht nach eigenen Aussagen alle Zelte in Berlin ab und zieht demnächst nach Hamburg. In naher Zukunft möchte er mit nem geigneten Vehikel durch Europa fahren, wie ein Zigeuner. Ein neues Leben anfangen..
Einer Legende zufolge hat das Los über Jo Fischers Werdegang entschieden: Nach einer Karriere als Rock’n Roll-Sänger und -Gitarrist hat Jo 2007 seine erste Kamera bei Ebay ersteigert. Mittlerweile gilt er aufgrund seiner einfühlsamen, unaufgeregten und nie inszenierten Bilder als eine der wichtigsten Entdeckungen der letzten Jahre unter Deutschlands jungen Fotografen.
Jo Fischer Flyer

Seinen Motiven, die meist aus einer gegebenen Situation entspringen, verhilft er zu einer eigenen Dynamik, indem er nur behutsamen Einfluss nimmt: sei es durch einen besonderen Blickwinkel, die gezielte Wahl von Ort und Umgebung oder durch ein fast unmerkliches, sanftes Eingreifen in das aktuelle Geschehen, ausgelöst durch seine offene, neugierige und sympathische Persönlichkeit. Wo andere Fotografen laut „Action“ rufen, genügt Jo ein leichtes Anstupsen.

Jo Fischers StadtkinderAls ehemaliger Tour-Musiker daran gewöhnt, nie lange an einem Ort zu verweilen, ist er ein rastloser Reisender, ein moderner Nomade mit der Kamera, zuletzt in den Hinterhöfen Japans, Südamerikas und Ost Europas sowie in den Großstädten Deutschlands. Fließend bewegt sich Jo zwischen Widersprüchen und Gegensätzen, zwischen Reich und Arm, zwischen Hip- und Subkultur. Vorurteilsfrei bildet er das Sprachrohr zwischen vermeintlichen Randfiguren und der Masse, die sie dazu macht und schafft so auch eine Plattform für die Vergessenen der Gesellschaft, die Haltlosen und Übersehenen.

Jo Fischer schaut hin. Und löst aus. Ein Vetrauter, nie ein Fremder.

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Veröffentlicht in: Veranstaltungen

Über den Autor:

Die Modedesignerin, Stylistin und Fotografin schreibt hauptsächlich für dieses Modeblog. Sie ist bekannt für ihre fantasievollen Fotos – vor die Linse gekommen sind ihr dabei schon verschiedenste Musiker, Tänzer, Fetish-Performer und außergewöhnliche Individuen aus den Tiefen der Kunst-Welt. Auf Konventionen und Regeln legt die junge Berlinerin dabei keinen Wert und im Ergebnis ist ihr experimentelles Werk dabei alles andere, als langweilig oder gestellt. Erfahrungen als Designerin hat sie bereits bei Joop!, Burberry, Trendbüro Seasons Paris und bei Berliner Labels wie Don’t Shoot The Messengers, Savage Wear und im Bereich Marketing/ PR bei Fashion Patrons und Marketing Catalysts gesammelt. Ihr weites Netzwerk und ihren vielen Talente bekommt ihr nun geballt bei Dit is Fashion!

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