Von 7. März 2014 0 Kommentare

Kauf Dich Glücklich eröffnet Flagshipstore in Berlin-Mitte

 

Kauf dich Glücklich

Mit Waffeln und Vintage-Möbeln im Prenzlauer Berg fing alles an. Zwölf Jahre, neun Städte und einen Onlineshop später heißt es „zurück zu den Wurzeln“ für die Gründer Andrea Dahmen und Christoph Munier. Zu den beiden Läden in der Oderbergerstraße und auf der Kastanienalle kommt nun noch ein Dritter: der Flagshipstore von „Kauf Dich Glücklich“ wurde vor ein paar Tagen in der Rosenthaler Straße 17 in der Nähe des Hackeschen Markts in Berlin Mitte eröffnet. Wir haben mit den beiden Gründern Andrea Dahmen und Christoph Munier gesprochen.

Christoph und Andrea – nachdem ihr nach München, Hamburg, Köln expandiert seid – kehrt ihr jetzt wieder zurück zu euren Wurzeln. Wieso noch ein weiterer Laden in Berlin?

Christoph: Nach zwölf Jahren hat sich bei uns einfach wahnsinnig viel getan: Was mal als Waffelcafé mit Vintage-Möbeln begann, ist mittlerweile ein Modeunternehmen mit Onlineshop und Stores in neun verschiedenen Städten geworden. Unser Ladenkonzept hat sich dementsprechend weiterentwickelt. Es sind neue Labels dazugekommen, unser Angebot wurde um viele schöne Dinge wie Musik, Bücher oder Home-Accessoires erweitert und und und… Deshalb freuen wir uns jetzt, dass wir den Hauptstädtern auch endlich einen großen Laden bieten können, in dem wirklich die gesamte Kauf Dich glücklich-Welt Platz findet. Unsere beiden Läden im Prenzlauer Berg lieben wir natürlich trotzdem noch heiß und innig!

Und warum in Mitte?

Andrea: Mitte ist auch nach vielen Jahren Hype immernoch ein sehr spannender Ort, weil er sich ständig weiterentwickelt und viele unterschiedliche Menschen anzieht. Außerdem finden sich hier neben den bekannten Shops auch viele interessante Boutiquen abseits der Fast-Fashion-Ketten. Das gefällt uns sehr gut!

 

Kauf dich Glücklich Berlin 1

 

Was ist euch bei der Einrichtung eures neuen Ladens besonders wichtig gewesen. Was erwartet die Kunden dort Neues?

Christoph: Für die Kauf-Dich-glücklich-Heimatstadt Berlin wollten wir natürlich wieder etwas ganz besonderes auf die Beine stellen. Dafür haben wir besonders unser Shop-Interieur noch mal weiterentwickelt. Am neuen Standort sind wir etwas erwachsenergeworden, gleichzeitig haben wir viel tiefer in die Farbtöpfe gelangt als sonst. Uns hat das total viel Spaß gemacht und das erste Feedback der Kunden ist total positiv. Der Laden soll Spaß machen, besonders auch den Jungs! Der Männer-Bereich ist um einiges gewachsen! Für unsere Waffeln und die Eiscreme muss man übrigens weiterhin den Prenzlauer Berg erklimmen, die Gastronomie musste im neuen Store außen vor bleiben. Kaffee und Softdrinks gibt es natürlich schon, soll ja keiner im Moderausch verdursten;-)

Der Name ist Programm – wie stellt ihr sicher, dass sich eure Kunden tatsächlich glücklich kaufen?

Christoph: Mit einem breiten Grinsen! Nein wirklich, wir haben ein wahnsinnig nettes Team, das sich um jeden herzallerliebst kümmert – egal ob jung, alt, groß oder klein.

Andrea: Wir achten darauf, dass für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas dabei ist. Schließlich soll Shoppen bei uns vor allem Spaß machen! Man soll keine Bauchschmerzen bekommen, weil das Teil, das man so gern haben möchte, den finanziellen Rahmen komplett sprengt.

Wird es im neuen Shop auch neue Labels zu kaufen geben?

Andrea: Bei den Mädels haben wir Rains neu mit aufgenommen, bei den Jungs Revolution und das nachhaltig produzierende Label Twothirds. Außerdem ist adidas jetzt auch bei uns zu finden.

Ihr habt ja schon lange ein eigenes KDG Label – was zeichnet euer Label besonders aus?

Andrea: Besonders wichtig ist uns bei unserer eigenen Kollektion, dass sie tragbar und bezahlbar ist. Schließlich wollen wir so viele Leute wie möglich mit unseren Designs glücklich machen! Außerdem lassen wir die Kollektionsteile ausschließlich in Europa zu fairen Bedingungen fertigen und besuchen regelmäßig die Produktionsstätten.

Ihr könntet eure Mode auch über andere Boutiquen vertreiben – warum macht ihr das nicht?

Christoph: Wir wollen unsere Kollektion einfach in unserer Kauf-Dich-glücklich-Welt präsentieren, denn hier entsteht sie ja auch. Wenn wir sie an andere Händler verkaufen würden, müssten wir dauernd überprüfen, ob uns der Kontext gefällt, die Art und Weise, wie unsere Mode verkauft wird. Deshalb machen wir auch kein Franchising.

Was ist euer Lieblingsteil aus eurer aktuellen Kollektion?

Andrea: Der Anna Pulli! Vom Print sind wir alle ganz begeistert! (Foto Mitte)

392952E9-B77E-444D-9541-C77F362BC852

 

Es ist jetzt mehr als zehn Jahre her, seit ihr euren ersten Laden in der Oderbergerstraße eröffnet habt. Berlin hat sich seitdem total verändert – was vermisst ihr & worüber freut ihr euch?

Christoph: Manchmal vermisst man die Leichtigkeit, die man vor zwölf Jahren noch überall gespürt hat. Damals war Berlin das absolute Paradies für junge Leute, aufstrebende Künstler und Menschen mit unkonventionellem Lebensstil – eben weil alles spottbillig war. Man hatte das Gefühl: Alles ist möglich!

Andrea: Trotzdem: Stillstand ist auch nicht gut. Es ist toll, dass sich Berlin verändert. Es bewegt und verlagert sich immer noch ganz viel. Außerdem erlebt man hier nach wie vor eine Spontaneität, die in anderen Städten so nicht möglich ist.

Christoph: Stimmt! Außerdem tun sich auch immer wieder neue Refugien auf, zum Beispiel der Wedding. Seit einiger Zeit ist dort auch unser Hauptquartier!

 

Kauf dich Glücklich Berlin 16

 

Was sind eure liebsten Ecken in der Hauptstadt?

Christoph: Irgendwo im Gras rumliegen 😉

Andrea: Ich gehe sehr gern ins 3 Minutes sur Mer.

Was sind eure Pläne – wo soll es noch weitere Shops geben?

Christoph: Ganz oben auf der To-Do-Liste steht der Ausbau unserer eigenen Kollektion und die Erweiterung auf andere Segmente. Home-Accessoires zum Beispiel interessieren uns total. Außerdem werkeln wir weiterhin fleißig an unserem Online-Auftritt. Denn es ist gar nicht so einfach, einen Onlineshop zu machen, der nicht kalt und beliebig ist, sondern auch unsere kleine „Kauf Dich glücklich“-Welt transportiert.

Andrea: Und natürlich schauen wir uns auch weiterhin in den verschiedensten Städten nach schönen Ladenlokalen um, die zu uns passen. Wir können schon mal verraten, dass es dieses Jahr noch drei weitere Eröffnungen geben wird. Eine davon sogar erstmalig im Ausland.

Andrea Dahmen und Christoph Munier ganz lieben Dank für das Gespräch!

Dit wär doch och wat für dich:

Veröffentlicht in: Kiekste wa!, Mode, Stilkontrolle

Über den Autor:

Sie lebt seit mehr als einer Dekade in Berlin und liebt die Hauptstadt für ihren Facettenreichtum. Die Welt der Mode, Kunst und Musik haben es ihr angetan. Ihr besonderes Interesse gilt spannenden Newcomern und unentdeckten Trends. Sie hat seit 2007 keine Fashion Week in Berlin verpasst und das soll für Dit is Fashion auch so bleiben.

Veröffentliche einen Kommentar