Von 23. August 2013 0 Kommentare

[Kolumne]: Wenn ich kein Mädchen wär oder was sind eigentlich die Trends diesen Herbst?

Der gestrige Artikel über das Weiße Dinner von Lisa hat mich schwer an ein Ereignis erinnert, an das ich immer wieder gerne zurück denke:  den Jahreswechsel von 2005 zu 2006 durfte ich in Rio de Janeiro verbringen und stand mit 3 Millionen Menschen an der Copacabana und habe auf das Feuerwerk gewartet. Dort bot sich mir ein wunderbares Bild – denn in Brasilien ist es Tradition, die letzte Nacht des Jahres in weiß zu verbringen. Es war also kurz vor 12, ein riesiges Feuerwerk angekündigt und ich musste pinkeln. Oh nein! Was jetzt? Brasilien ist nicht ganz ungefährlich, meine Mutter wollte mich natürlich nicht alleine losziehen lassen und wer will schon den Einklang in das neue Jahr auf der Toilette verbringen? Ja und da kam mir der Gedanke: warum bin ich kein Mann??? Dann wär das jetzt einfacher! Welches Mädchen kennt solche Situationen nicht? Männer und Jungs können an jeder Ecke pinkeln, in der Öffentlichkeit rülpsen, Bier trinken ohne dabei mit jeglichen Klischees behaftet zu werden, sie kommen leichter ins Berghain und sie können Parka und Karohemden einfach besser tragen.

Kurz werde ich abgelenkt und mir kommt der Gedanke, dass sich die neuen Herbsttrends langsam in die Shops bewegen (typisch Mädchen – erst mal die Gedanken auf etwas ganz anderes richten) und ich mich dabei erwische, wie ich darüber nachdenke, welche Jacke ich bald anziehe, wenn es wieder frischer wird und ob ich mir vielleicht doch lieber eine Neue zulege.. Überhaupt schweife ich total ab und und versuche mich an die Press Days zu erinnern, bei denen die neuen Hebst Winter Trends vorgestellt wurden und welche davon auf jeden Fall neu in meinen Kleiderschrank einziehen, für welches Teil ich jetzt schon sparen sollte und was sich eventuell noch aus dem letzten Jahr gut tragen lässt..

An Mustern und Prints werde ich wohl kaum vorbei kommen. Ich liebe es einfach schlichte, elegante und zeitlose Dinge mit auffälligen Shirts oder Pullovern zu kombinieren. Auch auf die Farben Grün und Pastell werde ich wohl nicht verzichten. Weil Grün so schön herbstlich ist und Pastell dann trotzdem an die zarten Zeiten des Frühlings und Sommers erinnert. Neon Elemente finde ich vor allem bei Schuhen toll. Deshalb werde ich meine Air Max in dieser Zeit wohl auch bis zur Verdammnis tragen. Die sehen eh noch viel zu neu aus und der Herbst darf ihnen ruhig ein bisschen zusetzen..

Herbsttrends 2013

Ich bin sehr gespannt, wie sich der Hunting & Fishing Style durchsetzt. Meins ist es irgendwie nicht. Aber an einigen Leuten kann ich es mir gut vorstellen. Im Moment habe ich das Gefühl, man muss ein bestimmter Typ sein, um diesen Trend richtig umzusetzen. Aber wie gesagt, ich bin gespannt! Senfgelb ist die immer wiederkehrende Herbstfarbe – aber leider nicht für mich! Sie lässt sich wunderbar kombinieren – eben mit dem Grün- und Bordeaux-Trend, mit Mustern, Leder, wahrscheinlich sogar mit Neon, vor allem mit dem Jeans-Trend. Aber die Farbe steht mir einfach nicht. Immer wieder greife ich nach einem Teil und lege es dann doch mit weisem Gedanken zurück ins Ladenregal..

Auch der Nieten-Trend – veredelt zum sogenannten Rock-Chic – hat es mir angetan. Lederjacken oder Jeansjacken mit Nieten versehen und Boots mit den funkelnden Studs gehören zu meinen Favoriten. Doch auch hier muss ich mir leider eingestehen, dass ich nicht der Typ dafür bin und versuche es dezent in meinen doch eher sportlichen und lässigen Stil unterzubringen.. und verteile neidische Blicke an andere Mädels, die es einfach super tragen können.

Wieder werde ich kurz abgelenkt und frage mich plötzlich, ob Männer sich Gedanken darüber machen, was sie im Herbst tragen werden oder ob sie erst kurz nach dem Aufstehen entscheiden, was sie gleich anziehen. Und wenn ich genauer darüber nachdenke, bin ich froh, dass ich kein Typ bin. Dann würde ich ganz sicher nicht so ein prächtig gefülltes Schuhregal besitzen, und wahrscheinlich eher Technik sammeln.

Ich bin stolz auf meinen Klamotten- und Schuhtick, darauf, ein Mädchen zu sein! Und dafür komme ich auch gerne mal in besonderen Momenten in die Bredouille pinkeln zu müssen!

Dit wär doch och wat für dich:

Veröffentlicht in: Mode

Über den Autor:

In einem Anfall kreativen Wahnsinns kam sie auf den Namen Dit is Fashion und so auch zum Bloggen. Immer auf der Suche nach Modetrends, außergewöhnlichen Marken, Produkten und Themen unterstützt sie das Team von Dit is Fashion mit neuen Ideen und hält dafür auch gerne mal ihr Gesicht in die Kamera, um verrückte Ideen, wie Violent Lips, für euch zu testen. Ein Blick in ihren (Schuh)schrank verrät, dass sie eher sportlich unterwegs ist, auch wenn das nicht bedeutet, dass sie sonderlich sportlich ist. Hauptsache bequem eben!

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