Von 23. Juli 2012 0 Kommentare

Nachtschwärmer Rena

Rena Golea, Jazzsängerin und Studentin am JIB (Jazz Institut Berlin), aus Berlin

Nachtschwärmer Rena Golea

Rena, was trägst du?

Zum Kleid gibt es eine interessante Geschichte: Über einen Freund (Amalion von Effenstein, welcher die Corsage gebunden hat) habe ich Thomas Dellert kennengelernt, der mit uns ein paar Shootings zum Thema Vintage und modebezogenem Bondage machen möchte (Bondage im Shibari Stil). Bei unserem Kennenlernen kam dann raus, dass Thomas Jazz liebt und noch eine Duett-Partnerin sucht, u.a. für das Event letzte Woche. Thomas hat einen Faible für Vintage Mode vorallem dem 40er und 50er Jahre Stil. Er kleidet die Mädels, mit denen er arbeitet, immer komplett ein – er hat einen ganzen Raum mit originalen Kleidungsstücken, Strapsen, Stockings und um die 100 Paar High Heels, nach dem Motto je höher desto besser. So kam es, dass ich am Tag des Events in seinem Garderobezimmer stand und mich selber komplett einkleiden durfte <3 (natürlich war nicht nur die Oberfläche wichtig sondern auch die Auswahl der Dessous). So kam ich zu dem Kleid und den Schuhen, welche alle originale Secondhand Kleidungsstücke sind. Die Bondage-Corsage war eine spontane Idee von mir, als der Freund von mir auf der Party ankam mit einem riesigen Koffer voll mit Seilen. Ich dachte mir damit sollte etwas gemacht werden. Wir hatten für die Firma Crusz (http://www.crusz-ballmode.de/) schonmal ein Shooting zusammen gemacht – mit dem Fotografen Ivan Toscanelli für ein Konzertplakat für mich. Da kam mir auch in den Sinn, Ballkleidmode mit „modischer Bondage“ zu verbinden (weg von dem sexuellen Bed-Room-Akt). Ich finde Bondage als modischen Zusatz eine spannende Idee, gibt es zwar nicht wirklich, aber sollte man etablieren (ich hab noch 1000 Ideen im Kopf)…

Rena Nachtschwärmer

Rena Bondage Gürtel

Rena Schuhe

Beschreibe deinen Style kurz!

Was meinen Stil betrifft: Schuhe sind mir das Wichtigste am Outfit. Mein Opa war Schuhmacher in Rumänien und ich hab die schöne Ausrede, dass ich für meinen Schuhtick nichts kann, da es mir in den Genen liegt. Ich habe ein paar Chucks. Deren Zweck besteht darin, mich durch Drum and Base Abende zu bringen, sonst trage ich immer immer Absatz. Meine höchsten sind knallblaue Lack Pumps mit einem 18cm Absatz,  aus Chicago (Forever 21, 20 Dollar). Ich mag das Zusammenspiel von Gegensätzen im Outfit – z.B. weites Oberteil, enge Hose, oder alles schwarz (oder weiß) und dann ein kleiner knallbunter Zusatz (Schuhe oder auch nur einen pinken Ring, oder aber auch nur die Lippen in einer extravaganten Farbe). Ich spiele auch gerne mit sehr femininen Kleidungstücken (sehr kurze Hotpants) in Kombination mit sehr männlichen Kleidungsstücken (Ripshirt oder Nietengürtel/ Armbänder oder Lederjacke).

Rena Golea

Rena Golea

Wo gehst du gerne shoppen und welche Produkte kannst du unseren Lesern empfehlen?

Ich liebe M.A.C. Cosmetics. Ich hatte vor 4 Jahren ziemlich viel Geld investiert und mir eine ganze M.A.C. Grundausrüstung besorgt (Pinsel, Liedschatten in diversen Farben und das wichtigste meine große MAC Lippenstiftsamlung (ca. 30 Stück). Da ich oft auf der Bühne stehe und auch schon oft in Theaterstücken mitgespielt habe und dafür eine gute Make-Up Grundlage nötig ist (wegen den ganzen Scheinwerfern) hab ich mir Kryolan als Make Up besorgt, für den Sommer etwas dunkler und für den Winter etwas heller. Ich liebe den Online-Shop http://www.truffleshuffle.co.uk/store/ auch wenn es ziemlich pricey ist finde ich immerwieder Stücke, bei denen ich zugreifen muss. Wer mal in Düsseldorf sein sollte MUSS einen Pflichtbesuch abstatten beim Schuhladen Sacha in den Shadow Arcaden. Leider gibt es diese höllandische Schuhkette bis jetzt nur in NRW. Aber man findet da, von Ballerinas und Sportschuhen (auch für die Männerwelt sehr zu empfehlen) bis zu den richtig hohen Plateau-Absätzen, alles. Selbst das Taschenangebot ist recht nett.

Ach ja… da fällt mir noch mein Lieblingsprodukt ein 🙂

der Lipgloss „Sexy Mother Pucker“ von Soap & Glory, erhältlich bei Douglas. Der schwillt die Lippen an und ohne den geh ich kaum noch aus dem Haus 😉

Dit wär doch och wat für dich:

Veröffentlicht in: Nachtschwärmer, Stilkontrolle

Über den Autor:

Die Modedesignerin, Stylistin und Fotografin schreibt hauptsächlich für dieses Modeblog. Sie ist bekannt für ihre fantasievollen Fotos – vor die Linse gekommen sind ihr dabei schon verschiedenste Musiker, Tänzer, Fetish-Performer und außergewöhnliche Individuen aus den Tiefen der Kunst-Welt. Auf Konventionen und Regeln legt die junge Berlinerin dabei keinen Wert und im Ergebnis ist ihr experimentelles Werk dabei alles andere, als langweilig oder gestellt. Erfahrungen als Designerin hat sie bereits bei Joop!, Burberry, Trendbüro Seasons Paris und bei Berliner Labels wie Don’t Shoot The Messengers, Savage Wear und im Bereich Marketing/ PR bei Fashion Patrons und Marketing Catalysts gesammelt. Ihr weites Netzwerk und ihren vielen Talente bekommt ihr nun geballt bei Dit is Fashion!

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