Von 24. September 2014 0 Kommentare

Design-Unikate bei Newniq

Julia und Judith sind zwei echte Powerfrauen und die Gesichter hinter Newniq, einer Onlineplattform für einzigartige Designprodukte. Doch anders als bei anderen Design-Onlineportalen gibt es bei newniq.com Design on demand. Die beiden verraten uns was es damit auf sich hat, welche Orte sie in Berlin lieben und natürlich ihre persönlichen Fashion-Must-Haves.
Wie seit ihr auf die Idee gekommen Newniq zu gründen?
JULIA: Die Grundidee zu Newniq ergab sich aus einem Problem – ich bin von Haus aus ja Art Direktorin und Illustratorin, was im besten Falle heisst, dass immer wieder kreative Explosionen in meinem Köpfchen stattfinden. So hatte ich vor ca. 3 Jahren wieder eine Idee: Das Design stand, die allerdings Finanzierung nicht. Ich habe Judith von dem Problem erzählt und gemeinsam haben wir uns gefragt, warum es für Designer eigentlich nicht möglich ist, erst Käufer zu finden und dann zu produzieren! Also Design on demand mit einer Mindestanzahl, die jeder Designer selbst definieren kann. Wir fanden die Idee so gut, dass wir nicht locker gelassen haben, denn wir waren fest davon überzeugt, dass wir diese Lücke auf dem Designmarkt definitiv füllen müssen. Und so konnten wir im November 2013 unser Baby Newniq auf die Welt bringen und arbeiten seitdem fleissig an unserem Startup. Der Name selbst ergibt sich übrigens aus unserer Idee: Wir präsentieren auf Newniq neue (new) und einzigartige (unique) Produkte, die erst durch genügend Käufer mittels Crowdbuying ins Leben gerufen werden. Die Designstücke sind also wirklich new. Sie gibt es in der Art tatsächlich noch nirgendwo anders, schliesslich sind es Prototypen.
Erklärt doch mal kurz wie das Ganze funktioniert?
JUDITH: Unsere Plattform ist ganz einfach: Der Designer reicht seine Produktidee bei uns ein, wir schauen uns diese unter verschiedenen Kriterien an. Wenn das Produkt zu uns passt, neu und einzigartig ist, wird es in einer Aktion für eine feste Dauer eingestellt. In der Zeit müssen sich genügend Käufer finden (die Mindestanzahl wird hier durch den Designer selbst definiert). Ist die Aktion erfolgreich, produziert der Designer und versendet die Stücke direkt an den Käufer, der sich über ein Designstück freuen kann, das nicht von der Stange kommt, sondern eigens für ihn und einen erlesenen Kreis gefertigt wurde. Sollte die Aktion nicht stattfinden, bekommt der Käufer sein Geld schlichtweg zurück überwiesen. Also ohne Risiko auf beiden Seiten.
Newniq Aktionen
Wie wählt ihr eure Designer aus?
JUDITH: Das ist ganz unterschiedlich und wird nach verschiedenen Kriterien „geprüft“. Hört sich streng an, ist aber meist nicht so, da wir von vorne herein meist tolle Stücke zugeschickt bekommen und die Zusage dann nicht schwer fällt. Wir merken immer wieder, dass wir oft eher die reduzierten Designstücke spannend finden. Einen reinen Newniqstil gibt es aber nicht, denn nicht alles was uns gefällt ist das Richtige für unsere Zielgruppe. Deswegen besprechen wir es immer im Team, auch wenn Julia die Verantwortliche im Designbereich ist.
newniq portrait
Ihr hattet jetzt im Sommer einen Pop-Up Store – plant ihr noch mal etwas ähnliches in nächster Zeit?
JUDITH: Es ist doch wie auf der Autobahn: Unsere Hauptstraße ist und bleibt Newniq.com, im Onlinehandel sind wir zuhause. Wir haben hier noch so viele Ideen, die wir umsetzen wollen! Aber natürlich gibt es links und rechts der Hauptstraße Tankstellen, Pommesbuden und schöne Nebenstraßen, an denen wir gerne mal anhalten oder auch mal einen kurzen Umweg nehmen. Somit ist nicht ausgeschlossen, dass es mal wieder einen PopUp Store, ein Event oder eine andere Kooperation geben wird.
Was macht Berlin für Euch aus – wo sind eure liebsten Ecken in der Hauptstadt?
JUDITH: Als Gründerinnen fühlen wir uns in Berlin sehr wohl. Wir haben das Gefühl, dass wir in keiner anderen Stadt unser Startup so hätten starten können, da Berlin einfach so wahnsinnig gute Möglichkeiten bietet. Zudem lebt unser Unternehmen von der Designwirtschaft, die in Berlin immens groß ist. Kreative können sich hier noch ausprobieren und Dinge schaffen, die unbedingt gefördert werden müssen und genau dafür ist Newniq da.
JULIA: Die Ecken ändern sich nach Jahreszeiten und Stimmungen. Von der Openair-Bar wie dem Klunkerkranich im Sommer bis hin zum Wellnessbad an kalten Tagen. Das ist ja auch das schöne an Berlin: Du kannst dir jeden Tag eine neue kleine Stadt bauen. Manchmal erzählen wir uns beispielsweise von unseren Sonntagen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, auch wenn wir Luftlinie nur 10 km entfernt waren. Genau das macht das Leben in Berlin ja auch aus: Du kannst dich jeden Tag neu definieren, ganz nach Stimmungslage.
Was sind eure Design-Must-Haves für den Herbst/Winter?
JULIA: Da der Winter in Berlin bekanntlich sehr kalt ist, ist mehr definitv mehr: Kissen in verschiedenen Mustern und Materialien, dicke Decken mit Folkloremustern und üppige Tücher. Uns hat es da das Tuch von Mijune angetan! Viele Designstile werden aber natürlich bleiben: Puristische Lampen, verschiedenfarbene Schalen oder Statementschmuck zu schlichten Wollpullis (zum Beispiel die Kette von woman.made). Zudem wird im Winter sicherlich wieder mehr Holz und Leder zum Einsatz kommen. Seid also gespannt, was die nächsten Wochen auf Newniq online geht.
newniq

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Veröffentlicht in: Kiekste wa!

Über den Autor:

Sie lebt seit mehr als einer Dekade in Berlin und liebt die Hauptstadt für ihren Facettenreichtum. Die Welt der Mode, Kunst und Musik haben es ihr angetan. Ihr besonderes Interesse gilt spannenden Newcomern und unentdeckten Trends. Sie hat seit 2007 keine Fashion Week in Berlin verpasst und das soll für Dit is Fashion auch so bleiben.

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