Von 21. Januar 2014 0 Kommentare

Blau ist mehr als eine warme eine Farbe – Patrick Mohr bei der Fashion Week

Blau ist mehr als eine warme eine Farbe – unter diesem Motto präsentiert Patrick Mohr seine neue Kollektion bei der Fashion Week in Berlin.

Mohr

Weniger provokant, doch nicht weniger eindrücklich als in den vergangenen Jahren war Patrick Mohrs Kollektions-Präsentation. Das Enfant Terrible der deutschen Modeszene zeigte mit „Work Hard. Be Mohr“ seine inzwischen zehnte Kollektion auf der Berliner Fashion Week. Aus dem Zelt am Brandenburger Tor hat er sich längst verabschiedet und einmal mehr eine ganz besondere Location für seine Installation gewählt. Ein altes Fabrikgebäude mit marodem Charme: die ehemalige Eisenwarenhandlung Lademann in der Wallstraße.

Doch Mohr wäre nicht Mohr wenn er sich nicht auch diesmal eine Botschaft gewählt hätte, die hängen bleibt und zum Nachdenken anregt. Zehn dunkelhäutige Models – darunter das bekannte Male-Model Papis Loveday und auch Tänzerin Nikeata Thompson – sind komplett in unterschiedliche Blautöne gekleidet und stehen in käfig-ähnlichen Konstruktionen. Jeder der Käfige ist mit einem Wort versehen, die zusammen folgenden Satz ergeben:„Freiheit beschreibt die Fähigkeit des Menschen willentlich zu handeln“.

Patrick

Mohr will mit seiner Installation ein Statement setzen. Grenzen aufzeigen, die gerade in der Modewelt – wo dunkelhäutige Models noch immer stark unterrepräsentiert sind – herrschen und sie dadurch brechen. Die Farbe blau ist der gemeinsame Nenner – Gleichheit und Gleichberechtigung in einem. Freiheit als Ideal.

Auch modisch setzt er gelungene Akzente. Ein Hauch von Streetwear, ein Layering von Materialien und Stoffen, Blau in verschiedenen Nuancen. Sein Markenzeichen – das Dreieck – findet sich als Applikation, Naht, Cut-Out oder Accessoire wieder. Patrick Mohr ist mit „Work Hard. Be Mohr“ mit viel Liebe zum Detail und der passenden Location, eine nachhaltige und in sich stimmige und Installation gelungen.

Papis Loveday by getty images

Papis Loveday by getty images

PM

 

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Veröffentlicht in: Veranstaltungen

Über den Autor:

Sie lebt seit mehr als einer Dekade in Berlin und liebt die Hauptstadt für ihren Facettenreichtum. Die Welt der Mode, Kunst und Musik haben es ihr angetan. Ihr besonderes Interesse gilt spannenden Newcomern und unentdeckten Trends. Sie hat seit 2007 keine Fashion Week in Berlin verpasst und das soll für Dit is Fashion auch so bleiben.

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