Von 6. November 2015 0 Kommentare

Wie viele Designerteile braucht eine Frau?

H&M’s neuster Coup begeistert gerade das Internet, auf allen Seiten ist der Spot mit Kendall Jenner zu sehen, die in der neuen Linie von Balmain x H&M durch eine Cyperwelt tanzt. Bei dem offiziellen Launch Event in Berlin, sicherten sich Fashionistas wie Stefanie Giesinger oder Lena Meyer-Landrut schon einmal ihren persönlichen Lieblingslook. Und uns stellte sich die Frage: Wie viele Designerteile braucht eine Frau eigentlich?

Wir haben die Gelegenheit genutzt und uns am Rande einer Vernissage des italienischen Familienunternehmens REDA, die  für große Designer wie Prada, Gucci und Co in Italien fertigen, bei den anwesenden Promis erkundigt, wie viel Luxus, steckt denn eigentlich in euren Kleiderschränken? Ursula Karven z.B. verriet uns in diesem Zuge, dass mit den Jahren so einige Designerstücke ihren Kleiderschrank gewandert sind.

„Ich habe so ca. 200 Designerteile im Schrank – geschätzt, ich mache den Job ja schon eine ganze Weile. Ich habe wirklich noch Sachen aus den 80ern. Als ich noch als Fotomodell gearbeitet habe, damals in Paris, da habe ich mir mein erstes Luxusteil gekauft: Eine Hermès Tasche, da war ich gerade 20.“

Credit: REDA/Eva Oertwig

Credit: REDA/Eva Oertwig

Dass auch Männer wert auch Designerstücke legen, ist heute keine Überraschung mehr, aber warum bei ihm nur Prada in den James-Bond-Bösewicht-Kleiderschrank kommt, erklärte Clemens Schick so:

„Prada ist der Designer, die Firma, die ich trage, wenn ich ausgehe, wenn ich beruflich unterwegs bin, auf dem roten Teppich. Die Anzüge sitzen einfach so gut, sie sind so elegant und haben doch so ein Understatement. Das macht mir Spaß und passt zu mir. Mit meinem Smoking habe ich darum auch ungefähr 10 Designeranzüge im Schrank.

Schauspielerin Pheline Roggan ist es besonders wichtig, dass die Luxusstücke sie lange begleite, wie sie uns bei einem Glas Champagner und einem Blick auf die Bilder des Fotografen Paolo Pellegrin verraten hat.

Ich habe mir als allererstes Designerteil einen Pulli von Helmut Lang gekauft, da war ich noch in der Schule – vielleicht 15 oder 16. Der Pullover hatte eine Kapuze und freie Ellenbogen und ich habe ihn so lange getragen, bis er sich aufgelöst hat. Ich bin jemand, den seine Sachen über ein paar Jahre begleiten. Und ich mag auch genau diese Veränderung. Das finde ich auch an der Ausstellung so schön, diese Veränderung, wie es sich zum fertigen Stück entwickelt und dann am Ende verlebt wird.“

Marie Nasemann, Pheline Roggan L-R 150 Jahre REDA. Cocktail-Empfang des italienischen Luxus-Stoffproduzenten REDA in der Galerie Salon Dahlmann. Fotografen der weltberühmten Fotogagentur MAGNUM präsentieren künstlerische Aufnahmen über die außergewöhnliche Handwerkskunst der Wollverarbeitung. Berlin, 4.11.2015 Foto: REDA/Eva Oertwig www.SCHROEWIG.com SCHROEWIG/News & Images Hohenzollerndamm 152 D-14199 Berlin (Germany) Fon +49 - 30 - 892 10 76 Fax +49 - 30 - 893 36 17 Mobil +49 - 157 - 80 35 69 28 Commerzbank IBAN: DE18100400000194364600 / BIC: COBADEFFXXX

Credit: REDA/Eva Oertwig

Model Marie Nasemann holt sich bei den Designern am liebsten Anregungen und Ideen, stylt diese dann aber ganz individuell. Ein paar besondere Stücke finden sich aber dennoch in ihrem Kleiderschrank:

„Ich habe eine schwarze kleine Chanel Handtasche von meiner Oma geerbt und die ist schon ganz alt und zerfleddert, aber die werde ich wahrscheinlich immer behalten. Ich kann aber sonst nicht sagen, wie viele Designerteile ich im Schrank habe, da ich auch einiges nach einem Auftritt auf dem roten Teppich auch wieder verkaufe, das meiste sammelt sich wohl wirklich bei den Taschen an. Ein Kleid kann man ja schließlich nur einmal auf dem roten Teppich tragen.“

Am Ende kann man wohl sagen, dass jeder unserer Promis einen Lieblingsdesigner hat, der sich auch das ein oder andere Mal im Kleiderschrank wiederfindet. Die Kunst ist und bleibt es jedoch, diese Einzelstücke mit Vintage oder Teilen von der Stange zu vermischen – so entsteht ein ganz eigener, spannender Look! Und wie viele Stücke dann wirklich im Schrank hängen… hach, Frau braucht ja auch noch ein paar kleine Geheimnisse…

Dit wär doch och wat für dich:

Veröffentlicht in: Mode, Nachtschwärmer

Über den Autor:

Die Moderedakteurin und Kolumnistin schreibt bereits seit einigen Jahren für verschiedenste Online- und Printpublikationen. Ob George Clooney in New York oder Marc Jacobs in Berlin, Interviews und kleine Anekdoten liegen ihr besonders am Herzen und aus dem Grund wird sie euch zukünftig in ihrer Kolumne mit einem Augenzwinkern vom Leben zwischen aufregenden Fashionevents und gemütlichen Samstagen im Café berichten.

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