Von 31. Mai 2012 3 Kommentare

Shoperöffnung von Mille.Opossum

Mille.Opossum

Melissa Lee

Die Mode von Melissa Lee’s Label „Mille.Opossum“ ist so bunt und klebrig wie Bonbons und – zuckersüß! Dass Rebellen darin stecken, kann man sich gut vorstellen – ist die Mode doch an den japanischen Streetstyle und Lolita-Look angelehnt. Mit einer Packung Berliner Chic (und Schnauze) – eine wundervolle Kombination.

Kragen von Mille Opossum

Lolita Style von Mille Opossum

Bei der Shoperöffnung am 26.05. in der Eulerstraße 3, 13357 Berlin-Wedding, war das Programm so buntgemischt wie das Publikum. Neben japanischem Catering (welches schnell alle war, deshalb gibt es keine Fotos, ebenso nicht von den bunten Kuchen), gab es noch mehr Kuchen, Zuckerwatte, Muffins und alle möglichen Getränke inklusive Schnäps! So ließ es sich gemütlich die handgefertigten Kleidungsstücke und Accessoires bestaunen, drehen und wenden. In einer etwas ruhigen, trostlosen Gegend machte das kunterbunte Happening irgendwie doppelt Spass. Der Wedding kommt! Seid 10 Jahren kommt er schon und das ist auch gut so, dass er sich etwas Zeit lässt. Mit dem Fahrrad noch durch leere Straßen cruisen und dann eine Perle wie Mille.Opossum zu finden.

Melissa Lee vor ihrem Laden Mille.Opossum

Wir interviewten Melissa Lee, die Designerin und Inhaberin von Mille.Opossum

 Melissa, vor deinem Laden waren allerhand bunte Cosplay-Kreaturen. Wer trägt deine Kreationen?

Größtenteils Fans vom Japanischen Street Style aber auch Frauen die gerne ihre Weiblichkeit betonen und etwas ausgefallenes möchten. Im Oktober habe ich auch viele Kunden die meine Kleider als Dirndl tragen.

Tokyo Japan Streetstyle

Was bewog dich in den Wedding zu ziehen. Der Bezirk wird eh kommen, oder?

Also ehrlich gesagt war es die billige Miete. Ich hatte mein altes Atelier am Hermannplatz und für mich war es daher eher eine Verbesserung. Ausserdem war es ein Gemeinschaftsatelier und ich hatte das Gefühl es wurde Zeit für einen eigenen Laden.

Ich sehe sehr viel Potential im Wedding und man kann jetzt schon sehen wie die ganzen kleinen Berliner Labels sich um den Gesundbrunnen ansiedeln. Wedding ist nicht mehr das Ghetto das es einmal war.

Ladeneröffnung Mille Opossum Wedding

Du machst alles selbst, oder? Wo hast du das gelernt?

Ja! Vom Schnitt bis zum fertigen Teil mache ich alles selber. Ich habe als Kind angefangen mit Barbies Designstudio zu üben und mir dann vieles selber beigebracht, da ich nie einen anderen Berufswunsch in meinem Leben hatte.
Infolge dessen habe ich dann mein Fachabitur in Mode gemacht und im Anschluss eine Ausbildung zur Modeassistentin. Beides am Oberstufenzentrum für Mode und Design in Berlin.

Mille.Opossum

Ausserdem hast du als Stylistin gearbeitet? Wie ist dein Label entstanden?

Ja ich arbeite immer noch als Stylistin und Kostümbildnerin für verschiedene Projekte. Das geld verdienen mit der Mode ist in Berlin nicht einfach und da ist ein zweites Standbein immer gut!

Das Label ist über die Jahre entstanden. Da ich immer vorhatte ein Label zu gründen, ging es irgendwann nur noch an die Umsetzung und das hat dann mit viel Arbeit und Unterstützung auch alles geklappt.

Mademoiselle Opossum

Wo findest du deine Inspiration und welche weiteren Stile gefallen dir noch? Könntest du dir vorstellen irgendwann in eine andere Richtung zu gehen oder bleibst du deiner Linie treu?

Ich ziehe viel inspiration aus Berlins Straßen. Ich finde es toll viele Leute aus anderen Städten kennen zu lernen und mir auf der Straßen und Partys anzusehen was die Menschen sich ausdenken!
Ausserdem sehe ich mir viel in japanischen Zeitschriften und Blogs an. Ich liebe den japanischen Streetstyle und wie kreativ die Jugend dort ist!
Darüber hinaus gucke ich mir auch immer gerne alles aus vergangen Zeiten an. Ich liebe die Mode der 50er und des Rokoko.

Ich denke es wird immer eher etwas ausgefallenes sein aber ich könnte mir durchaus vorstellen mal eine düstere Kollektion zu machen! Seit einiger Zeit überlege ich auch Latex mit ins Sortiment zu nehmen.

Was hat es mit der Performance am Eröffnungstag auf sich, die sehr eindrucksvoll war?

Glückslöwe

Das war ein Chinesischer Löwentanz! Mein Vater ist Chinese und hat eine Kampfsportschule und dadurch gibt es ein Paar Traditionen die in Deutschland nicht so bekannt sind.
Das war ein Ritual das den Laden segnen sollte! Der Löwe hat alle bösen Geister verscheucht und er soll mir viel Glück und Erfolg bringen!

Japanischer Glückslöwe

Wo soll die Reise hingehen?

Ich bin gerade dabei den Keller noch auszubauen und dort einen spezial interesst Second Hand Laden und fundus aufzumachen. Also gebrauchte Lolita Kleider, Korsetts, High Heels etc… Mir persönlich hat das in Berlin immer gefehlt.

Ausserdem versuche ich internationaler zu werden und Vertriebe in Europa und Übersee zu finden.

Besucht Melissa auf Facebook und ihrer Website.   Hier gibt es noch einige Eindrücke von der Shop-Eröffnung!

Schuhe von Melissa Lee

Bei der Eröffnung

Melissa Lee - Designerin von Mille Opossum

Shoperöffnung

Bei Mille Opossum

Leute bei der Shoperöffnung

Dekor bei Mille Opossum

Equipment

Vor dem Laden Mille Opossum

Zuckerwatte ziehen bei Mille Opossum

Publikum bei Mille Opossum

Fuchur

Melissa Lee und der Drache

Kuchen bei der Shoperöffnung

Japanese Accessoires by Mille Opossum

Im Schaufenster bei Mille Opossum

Ketten bei Mille Opossum

Vor dem Laden von Mille Opossum

Süßes bei Mille Opossum

Im Laden von Mille Opossum

Geschenke

Glücksdrache im Laden von Mille Opossum

Japanischer Brauch zur Shopeinweihung

Glücksdrache vor Mille.Opossum

Der Glücksdrache besucht den Laden

Gast mit Schal von Mille Opossum

Ladenpublikum Mille Opossum

Bei der Ladeneröffnung Mille Opossum

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Veröffentlicht in: Veranstaltungen

Über den Autor:

Die Modedesignerin, Stylistin und Fotografin schreibt hauptsächlich für dieses Modeblog. Sie ist bekannt für ihre fantasievollen Fotos – vor die Linse gekommen sind ihr dabei schon verschiedenste Musiker, Tänzer, Fetish-Performer und außergewöhnliche Individuen aus den Tiefen der Kunst-Welt. Auf Konventionen und Regeln legt die junge Berlinerin dabei keinen Wert und im Ergebnis ist ihr experimentelles Werk dabei alles andere, als langweilig oder gestellt. Erfahrungen als Designerin hat sie bereits bei Joop!, Burberry, Trendbüro Seasons Paris und bei Berliner Labels wie Don’t Shoot The Messengers, Savage Wear und im Bereich Marketing/ PR bei Fashion Patrons und Marketing Catalysts gesammelt. Ihr weites Netzwerk und ihren vielen Talente bekommt ihr nun geballt bei Dit is Fashion!

3 Kommentare auf "Shoperöffnung von Mille.Opossum"

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  1. Sarina sagt:

    Sieht eher aus wie ein Bonbon-Paradies 🙂

  2. Sayuki Hitoki sagt:

    die feier war klasse sag ich nur,war auch da
    es ist echt wie ein bonbon paradies =)

  3. Jasmin Heyse sagt:

    Gibt es den Laden noch ? Wie sind die Öffnungszeiten ?

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