Von 25. Mai 2015 0 Kommentare

Style-Check in Berlin mit Kristian von BLÆNK MINDS

Endlich steht der Sommer in der Hauptstadt an und wir haben an einem der ersten sonnigen Tage Kristian von den BLÆNK MINDS in einem Cafe in Kreuzberg getroffen. Der Berliner DJ und Filmemacher hat sich mit uns über sein neues Projekt Blænk Minds, seine liebsten Orte in der Hauptstadt und natürlich seinen Stil unterhalten.

Wo trifft man dich denn an einem Sonntagnachmittag in Berlin?

Interessanterweise mache ich an Sonntagnachmittagen eigentlich das was alle machen, ich bin im Park oder gehe auf Flohmärkte. Das faszinierende an Flohmärkten ist, dass man den Luxus vergangener Zeit findet und ich so kurz in eine kleine Gedankenreise eintauche. Für meine Filme nutze ich gerne Vintage-Objektive und nicht selten finde ich auf den Märkten einen seltenen Schatz.

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by Marcus Witte

Was hat es mit Blænk Minds auf sich?

Als Tilda und ich uns vorgestellt wurden, war nach wenigen Sekunden klar, dass wir irgendwas zusammen machen müssen. Nach der Berlinale hat mir Tilda bei zwei Flaschen Wein von ihrem Traum erzählt, den sie neulich hatte. Im Grunde ist es genau das was wir jetzt machen. Wir treten als VJ-DJ-Duo auf. Wir suchen uns Tracks, die wir spielen wollen und machen für jeden Track ein Video, welches vom Style und der Dramaturgie im Club funktioniert. Was zunächst nach einem massiven Aufwand an Videoproduktion aussieht, sehen wir als eine Art Collaborations-Plattform für – sagen wir – „Forschung und Entwicklung“ (lacht). Wir haben Musikproduzenten, Tänzer, Künstler, Fashiondesigner, Schauspieler uvm. an Board.

Wo gehst du gerne shoppen? Was beschreibt deinen Stil?

Ich mag eine Mischung aus Classic und Design, am besten lässig und mit ein bißchen Stil. Manchmal aber auch einfach nur bequem. Am liebsten trage ich junger Berliner Designer. Mikocaja habe ich z. B. gerade entdeckt. Ein cooles Nachwuchslabel. Esther Perbandt mag ich auch sehr.

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Was sind deine liebsten Orte im Sommer in der Hauptstadt?

Meine große Liebe ist ja mein Motorrad. Ich fahre gern durch die Stadt, manchmal auch gerne raus an einen See. Zur Liebe kommt die Sucht: Kaffee! Es gibt unheimlich viele gute Kaffees in der Stadt. Ich versuch immer meine Meetings gleichmäßig in der Stadt zu verteilen um Gründe zu haben mit dem Motorrad zum Kaffeetrinken zu fahren.

Welche Musik hörst du gerne, was inspiriert dich?

Es klingt hart, aber ich höre extrem unterschiedliche Musik. Sie muss nur gut sein. Irgendwas muss mich catchen. Ich kann beispielsweise mit HipHop überhaupt nichts anfangen und dann läuft da ein Track im Kaffee und ich renne den Kellner fast um, damit er mir sagt, was ich da grade höre. Inspiration kommt aus den verrücktesten Richtungen. Natürlich hab ich Tricks, die ich nicht verrate, aber wenn man die ganze Zeit nach Nischen und unerwarteten Wendungen oder Effekten sucht, dann kommt die magische Idee plötzlich. Irgendwann wird dieser Gedankenzirkus zu einer knisternden Routine.

Danke für das Interview!

Dit wär doch och wat für dich:

Veröffentlicht in: Mode, Nachtschwärmer, Stilkontrolle

Über den Autor:

Sie lebt seit mehr als einer Dekade in Berlin und liebt die Hauptstadt für ihren Facettenreichtum. Die Welt der Mode, Kunst und Musik haben es ihr angetan. Ihr besonderes Interesse gilt spannenden Newcomern und unentdeckten Trends. Sie hat seit 2007 keine Fashion Week in Berlin verpasst und das soll für Dit is Fashion auch so bleiben.

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