Von 17. Oktober 2013 0 Kommentare

Tim Labenda auf dem Weg zum „Fashion Hero“

Nach Timm Süssbrich und Marcel Ostertag stellen wir euch heute Tim Labenda vor. Der Wahl-Würzburger ist auch Kandidat in Claudia Schiffers TV-Show „Fashion Hero“. Der junge Designer ließ sich zunächst bei HUGO BOSS zum Herrenschneider ausbilden, bevor er in Pforzheim Modedesign studierte und sich auf Männermode spezialisierte. Seine Stil ist eine tolle Mischung aus klassischen Schnitten, raffinierten Details und modernem Attitude. Wir haben mit ihm ein exklusives Interview geführt und über seine Teilnahme bei der Casting-Show und den Weg zum Designer für Damenmode gesprochen.

Tim Labenda

Wieso bist du Designer geworden – Was ist für dich das besondere an
deinem Beruf?

Tim Labenda: Ich hab mich nicht aus einem bestimmten Grund für die Mode entschieden. Mir war es immer wichtig etwas handwerkliches zu machen, etwas wo man am Ende des Tages sieht was man geschaffen hat. Ich hatte auch mal überlegt Architektur oder Möbel Design zu machen, aber ich denke es war glückliche Fügung, dass ich in der Mode gelandet bin. Ich bin sehr dankbar dafür, denn ich denke es haben nicht viele das Privileg sich dem Idealismus hingeben zu können und zu machen wonach ihnen ist.

Wie würdest du deine Mode beschreiben?

Tim Labenda: Die Womenswear basiert ja im Fundament auf meiner Menswear. Daher finden sich viele maskuline Attribute darin, die aber im Look nicht androgyn wirken, sondern eher, clean, sharp und sophisticated. Ich mag den tailoring Aspekt sehr, da ich ja auch selber aus dem Handwerk komme. Deswegen fließt auch das immer mit ein. Ich mag es wenn die Person, die TIM LABENDA trägt einfach mühelos gut gekleidet ist und nicht wirkt als hätte sie Stunden vor dem Spiegel damit zugebracht über ihren Look nachzudenken 🙂

Warum nimmst du bei Fashion Hero teil –  was versprichst du dir davon?

Tim Labenda: Man konnte sich ja für Fashion Hero nicht bewerben, weil es die erste Sendung ist. Pro Sieben wurde durch die verschiedenen Wettbewerbe, die ich gewonnen habe auf mich aufmerksam und haben mich dann einfach angerufen. Ich war am Anfang etwas skeptisch, aber durch das tolle Konzept war ich relativ schnell von der Sendung überzeugt. Ich sehe es zum einen als Möglichkeit des Erziehungsauftrags als Designer den Zuschauern gegenüber und zum anderen als Möglichkeit gutes Design günstig über die Modehäuser, für jeden erschwinglich anbieten zu können. Das ist leider mit meinem eigenen Label, auf Grund der kleinen Stückzahlen nicht möglich. Für mich gibt es nichts schöneres als jemanden zu sehen der TIM LABENDA trägt, denn im Endeffekt ist das doch das tollste Kompliment das man vom Endkunden bekommen kann 🙂

Was war dein persönliches Highlight der Show?

Tim Labenda: Mein persönliches Highlight während der Show kam ganz überraschend. Nachdem Christiane Arp als Gastmentorin zu Besuch war und ich mir eigentlich nichts dabei gedacht habe, da ich ja eigentlich spezialisiert auf Menswear war. Es kam dann aber doch so, dass sie mich als einzigen für den VOGUE Salon in Berlin eingeladen hat. Der Moment war schon super aufregend und ich muss gestehen, dass ich mich gar nicht mehr richtig erinnern kann, ich hab da voll den Blackout… 🙂

Vervollständige bitte folgenden Satz: Claudia Schiffer…

Tim Labenda: … ist eine absolute Bereicherung für mich in der Show! Sie ist eine super warmherzige, freundliche und liebe Person mit der man super arbeiten kann!

Was ist die größter Herausforderung bei der Show?

Tim Labenda: Die größte Herausforderung während der Show war einfach die Zeit. Wenn man überlegt, dass man für zwei gesamte Looks nur zwei Tage Zeit hatte, war das schon echt verrückt. Aber auch im realen Leben ist die Zeit oft eine Herausforderung und natürlich am Ende die Designs – wie auch in der Show – zu verkaufen.

Du hast ja bereits an anderen Wettbewerben teilgenommen- was war diesmal anders?

Tim Labenda: Hmm, bei den Wettbewerben hast du halt ewig Zeit die Kollektion dafür zu entwerfen und diese danach auszurichten. Man kann über alles in Ruhe schlafen und sacken lassen. Das ging, wie oben schon beschrieben bei Fashion Hero nicht. Alles musste zack zack entschieden werden, aber es zeigt mir auch das ich mich voll auf mein Bauchgefühl und die damit verbundenen Entscheidungen verlassen kann.

Du hast ja zunächst Herrenmode entworfen- wie kam es denn dazu nun doch auch Damenmode zu machen?

Tim Labenda:  Tjaaaa, der Herrenmode hab ich im Grunde nur den Rücken gekehrt, weil die Einladung in den VOGUE Salon von Christiane Arp kam. Für die VOGUE macht natürlich eine Frauenkollektion mehr Sinn. Und es war toll den RESET Knopf drücken zu können und für die Frauen von Null zu starten 🙂

Tim

Wer oder was dient dir als Inspiration für deine Kollektionen?

Tim Labenda: Ich nehme meine Inspiration meistens aus meiner direkten Umgebung. Ich versuche immer mit meiner Mode die Bedürfnisse der Menschen, die mich umgeben zu befriedigen. Natürlich gibt es eine übergeordnete Grund Ästhetik nach der ich mich immer richte, aber die Themen der Kollektion wechseln jede Saison. Die Womenswear ist stark an meiner vorher gehenden Menswear orientiert und beinhaltet viele Attribute, die sonst eigentlich den Jungs vorbehalten sind, ohne dabei androgyn rüber zu kommen. Es ist mir immer wichtig, dass die Frau klar als Frau erkennbar ist, ebenso wie der Mann als Mann.

Hast du ein Designer-Vorbild? 

Tim Labenda: Hmm… Nicht so recht. Es gibt verschiedene Designer deren Arbeiten ich sehr gerne mag. Aber ein richtiges Vorbild war mir bisher keiner von denen. Wenn ich jemanden nennen soll, dann Jil Sander. Ihr Stil ist einfach nach wie vor gigantisch.

Wir man dich – wie deine Fashion Hero-Kollegen – auch mal auf einer Fashion Week sehen?

Tim Labenda: Wir planen fest nächstes Jahr im Januar während der Berlin Fashion Week zu zeigen. Daher: Stay Tuned!

 

Tim vielen Dank für das nette Gespäch. Wir drücken dir fest die Daumen!

Dit wär doch och wat für dich:

Veröffentlicht in: Mode

Über den Autor:

Sie lebt seit mehr als einer Dekade in Berlin und liebt die Hauptstadt für ihren Facettenreichtum. Die Welt der Mode, Kunst und Musik haben es ihr angetan. Ihr besonderes Interesse gilt spannenden Newcomern und unentdeckten Trends. Sie hat seit 2007 keine Fashion Week in Berlin verpasst und das soll für Dit is Fashion auch so bleiben.

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